Öffentlicher Dienst: Betriebliches Gesundheitsmanagement stärken

Auf dbb Initiative Zielvereinbarung abgeschlossen

Kommunale Spitzenverbände und dbb unterzeichnen Erklärung gegen Gewaltdbb Landeschefin Lilli Lenz, Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz bei der Vereinbarungsunterzeichnung am 08. April 2016 in der Staatskanzlei (von links). Foto: dbb rlp

Die Ressource Personal ist wichtiger denn je, denn qualifizierte und motivierte Bewerberinnen und Bewerber sind Mangelware. Zukünftig ist es immer notwendiger, länger zu arbeiten und das gesund, um das Pensionsalter auch zu erreichen. Dafür muss das Land die Rahmenbedingungen schaffen. Der dbb rheinland-pfalz hat das früh erkannt und bei der Landesregierung ein stärkeres flächendeckendes Gesundheitsmanagement eingefordert.

Daher hat der dbb rheinland-pfalz sich mit der Landesregierung auf Grundsätze, Ziele und Umsetzungsmaßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in der Landesverwaltung geeinigt und darüber eine Fördervereinbarung abgeschlossen.

Der dbb rheinland-pfalz befürwortet ein systematisches und kontinuierliches betriebliches Gesundheitsmanagement in der Landesverwaltung, wie es im entsprechenden, unter dbb Beteiligung überarbeiteten Rahmenkonzept der Landesregierung niedergelegt ist.

Gemeinsames Ziel von Dienststellen, Personal, Personalräten, Schwerbehindertenvertretungen und den Gewerkschaften muss sein, den Dienst selbst gesund zu gestalten sowie die Bewältigungsmöglichkeiten, Widerstandsressourcen und Kompetenzen der Beschäftigten zu erhalten und zu stärken. Wegen des demografischen Wandels und den damit verbundenen Herausforderungen wird für eine moderne und zukunftsorientierte Verwaltung im Rahmen der Personalentwicklung das betriebliche Gesundheitsmanagement folglich zu einer immer wichtigeren Aufgabe. Wichtig ist: Nur durch die ausreichende Unterfütterung mit den erforderlichen Finanzierungsmitteln aus dem Landeshaushalt und mit der erforderlichen Personalbedarfsdeckung kann das betriebliche Gesundheitsmanagement erfolgreich sein.

Dienstliche Anforderungen verändern sich schnell und mit ihnen die Erwartungen, die an die Beschäftigten des öffentlichen Landesdienstes gestellt werden. Parallel dazu werden die Beschäftigten im Durchschnitt immer älter und der Wettbewerb um die besten Fachkräfte nimmt zu. Ohne geeignete Unterstützung können diese Entwicklungen zu Überforderung von Beschäftigten und Führungskräften führen, mögliche Folgen sind Frustration und Demotivation, Leistungsabfall und Krankheit. Mit krankem Personal, Ausfallzeiten und gesundheitsbelastenden Dienstbedingungen ist aber kein Staat zu machen.

Deshalb will der dbb rheinland-pfalz den Managementprozess durch Information, Fortbildung und Sensibilisierung seiner Mitglieder, der Personalräte und Schwerbehindertenvertretungen unterstützen und begleiten. Alle Dienststellen und ihr Personal sind dazu aufgerufen, gemeinsam ein eigenes, dienststellenbezogenes betriebliches Gesundheitsmanagement zu etablieren und stetig fortzuschreiben im Sinne einer leistungsfähigen öffentlichen Verwaltung.