Asylkrise und öffentlicher Dienst
Öffentliches Personal zeigt täglich Qualität und Einsatzbereitschaft

Trotz Volllast herausragende Leistung

Der dbb rheinland-pfalz fordert eine deutliche Würdigung der Leistung des öffentlichen Personals. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Kommunal- und Landesdienstes wurden ins kalte Wasser geworfen und stehen nun mittendrin. Der Einsatz für die zu uns kommenden Menschen hat für uns als öffentliches Personal Priorität. Zusammen mit den Angehörigen der zahlreichen Hilfsdienste stemmen wir eine Mammutaufgabe, deren Ausmaß stetig ansteigt. Das verdient Respekt und Anerkennung – von der Bevölkerung, den Asylbewerbern, der Politik und den Medien“, so die dbb Landesvorsitzende Lilli Lenz.

Zur Bewältigung der mit dem Asylbewerberzustrom verbundenen organisatorischen und humanitären Aufgaben fordert der dbb Landesbund klare und zügige Verfahren, mehr Finanzierungsmittel und mehr Personal, etwa in den Bereichen Sozialarbeit, Polizei, Schulen und Kindergärten.

„Damit aber jeder weiß, wem er mal `Danke sehr´ sagen kann: Im Landesdienst hat beispielsweise Personal des Strafvollzuges kurzfristig die Leitung und Koordination in fünf Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes übernommen. Die dortigen Teams erfüllen die neuen Aufgaben ehrenamtlich neben ihrem normalen Dienst. Dieses Zeichen der Hilfsbereitschaft und Verlässlichkeit hat seine Entsprechung in zahlreichen anderen Verwaltungsbereichen, zum Beispiel bei der Polizei, in den Mittelbehörden des Landes, den Bildungseinrichtungen, in der Arbeitsverwaltung und insbesondere auf der kommunalen Ebene mit den Sozialämtern, den Ausländerbehörden und den Gesundheitsämtern. Überall wird herausragender Einsatz geleistet“, so die dbb Landesvorsitzende.

Die Gewerkschaft sieht den öffentlichen Dienst als kompetenten Garanten für eine gelingende Aufnahme sicherheitsbedürftiger Menschen. Die weitere Arbeit an dafür nötigen Ordnungs-, Schutz- und Integrationssystemen ist dafür notwendig samt der erforderlichen Mittel. Lilli Lenz: „Dem vorhandenen Personal kann man die steigenden, teils ungeordneten Aufgaben weder ungebremst noch unbegrenzt auferlegen. Deshalb wollen wir zusammen mit unseren Mitgliedern im Einsatz, dass die Verfahren und Abläufe vereinfacht und beschleunigt werden. Finanzielle und personelle Mittel müssen aufgestockt werden. In Rheinland-Pfalz fehlen aus unserer Sicht bereits aktuell mindestens 1.000 Beschäftigte und diese Zahl steigt täglich.“