Gewerkschaftstag 2014
Lilli Lenz erneut zur Landesvorsitzenden gewählt - Höchstes Organ bestätigt Amtsinhaberin eindrucksvoll

Klaus Dauderstädt und Lilli LenzDie frisch im Amt bestätigte dbb Landesvorsitzende Lilli Lenz mit dem dbb Bundesvorsitzenden Klaus Dauderstädt.
Foto: Friedhelm Windmüller

Mit 97 Prozent der Stimmen hat der Gewerkschaftstag 2014 des dbb rheinland-pfalz die bisherige Landesvorsitzende Lilli Lenz (Laubenheim) wiedergewählt. Damit setzen die knapp 200 Delegierten des höchsten Organs des Landesbundes wie schon 2009 ihr Vertrauen auch für die neue fünfjährige Amtsperiode in die von der Kommunalgewerkschaft komba kommende Verwaltungsfachwirtin.

Die 51-jährige dbb Landeschefin, angestellt bei der Kreisverwaltung Bad Kreuznach und dort seit 2005 örtliche Personalratsvorsitzende, war und ist die erste Tarifangestellte an der Spitze eines dbb Landesbundes. In Rheinland-Pfalz sowohl innerhalb als auch außerhalb der gewerkschaftlichen Spitzenorganisation gut vernetzt, ist Lilli Lenz auf Bundesebene Mitglied in Bundesvorstand und -hauptvorstand des dbb sowie in der dbb Bundestarifkommission.

Mit dem deutlichen Wahlergebnis honorierte der Gewerkschaftstag die ehrenamtliche Arbeit der Landesvorsitzenden in der ablaufenden Amtsperiode, die geprägt war durch eine komplette Dienstrechtsreform infolge der sogenannten Föderalismusneuordnung, die Einführung des unsäglichen „5 x 1 %“-Deckels bei Besoldung und Versorgung im Landes- und Kommunaldienst sowie durch jährliche Tarifrunden für die Arbeitnehmer beim Land und den Kommunen.

Die Wiederwahl bestätigt Lilli Lenz in ihrem klaren Kurs, den sie – so ihre Aussage bei der Wahlannahme – fortführen will. Dabei wird es voraussichtlich um die Herausforderungen des demografischen Wandels gehen, zum Beispiel bei der geplanten Anhebung der Pensionsaltersgrenze. Thema bleibt daneben die Personalentwicklung im öffentlichen Dienst und hier insbesondere die Nachwuchsgewinnung. Das alles ist schwer mit der stets von der Landesregierung geforderten „Kostenneutralität“ in Einklang zu bringen.

Lilli Lenz: „Da wird der dbb rheinland-pfalz mit seinen Mitgliedsgewerkschaften, -verbänden und den dort organisierten Einzelmitgliedern weiter energisch gegenhalten müssen. Wir werden laut und deutlich fragen, ob „Sparen auf Teufel komm´ `raus“ zulässiger Programmpunkt verantwortungsvoller Landespolitik ist.“

Der Gewerkschaftstag wählt im Laufe der Tagung noch insgesamt fünf stellvertretende Landesvorsitzende und entscheidet über 50 Anträge sowie mehrere Resolutionen zur gewerkschaftspolitischen Agenda des dbb rheinland-pfalz bis 2019.

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